Opathlet

 

 

 

Vor einiger Zeit, hörte ich morgens früh im Radio (SWR 1) eine Kurzandacht.

Diese fand ich so großartig, das ich dieselbe mit Genehmigung  des SWR an dieser Stelle in veröffentliche.

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Anstöße

Mittwoch, 8. Februar 2006

Von Friedhelm Borggrefe, evang. Kirche, Ludwigshafen.

 In China gibt’s Leute, die bezahlen ihren Arzt nur, solange sie gesund sind. Der Arzt, das ist klar, ist zuständig für die Gesundheit. Wenn er das schafft, ist’s gut, dann wird er bezahlt. Wenn er das nicht schafft, ist er schlecht, dann wird er eben nicht mehr bezahlt. So einfach ist das.

In China könnte Ulla Schmidt Gesundheitssministerin sein. Und alle Probleme wären gelöst. Doch Spaß beiseite.

Aber die Frage muss erlaubt sein: Warum orientieren wir unser Gesundheitswesen an der Krankheit?

Warum fühlen wir uns für unseren Körper erst verantwortlich, wenn sich Krankheiten einstellen? Oder ganz einfach gefragt: warum haben wir so wenig Liebe zu unserem eigenen Körper?

Unser Körper will doch fit sein. Oder?

Unsere Gelenke wollen beweglich, unser Herz lebendig, unser Atem frei sein.

Warum kommen wir in unseren Wohlstandsländern so übergewichtig und schwerfällig daher? Warum lassen wir unsere Seele verhungern und unseren Körper verfetten? Warum bekämpfen wir unseren Stress mit Nikotin und Alkohol und halten so wenig von Gelassenheit?

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in uns wohnt? Fragt der Apostel Paulus in der Bibel (1.Kor.3,16). Und er meint, in unserem Körper, da ist ein Geheimnis zu Hause. Da spielt sich die ganze Geschichte Gottes mit dem Menschen ab. Da wohnt unsere Seele. Und die braucht Zeit, sonst spüren wir nicht die Kraft Gottes.

Seit vielen Jahren probiere ich es, Zeit für meinen Körper zu haben, nicht nur zum Zähneputzen, Duschen und Rasieren. Nein da muss mehr sein, eine Stunde frische Luft und Bewegung, ein langer Lauf, Dehnen und Strecken. Das tut gut. Und natürlich frage ich den Arzt: Was geht? Was geht nicht mehr? Wie sieht’s aus? Wir kooperieren. In unseren Gesprächen fühlen wir oft, wie der liebe Gott dabei ist. Und der ist da, nicht nur, solange ich gesund bin.