Sonntag d. 28.08.2011.
Triathlon in Krefeld (1,5 / 40 / 10)
In
der Vergangenheit, nahm ich, 2003, 2004, 2006, und 2008 an den
Triathlonveranstaltungen in Krefeld teil. Jedes Mal durfte ich eine tolle und
professionell ausgerichtete Veranstaltung erleben. Der Triathlon in Krefeld,
ist einer der größten Triathlonveranstaltungen in ganz Deutschland.
Schon
sehr früh im Jahr, meldete ich mich dort an, und freute mich schon lange in
voraus auf diese Teilnahme.
Wenige
Tage vor der Veranstaltung wurde mir per
E-Mail, meine Startzeit mitgeteilt. Mein Start sollte um 8:35 Uhr erfolgen. Ich
rechnete kurz zurück, bei einer Fahrzeit nach Krefeld, plus Startvorbereitung
bedeute das für mich am Sonntag früh um
3:45 aufstehen. Nach einer unruhigen
Nacht, war ich dann auch schon um 3:30 hellwach. Pünktlich um 7:00 Uhr, trafen
meine Frau Christa und ich, am Veranstaltungsort ein.
Wie
bei meinen 77 Triathlonveranstaltungen vorher, verspürte ich auch heute wieder
ein etwas nervöses krippeln im ganzen Körper. Etwa um
8:30 Uhr begebe ich mich mit dem Teilnehmerfeld, in diesem Fall alle Männer ab
50 Jahre, es waren 50 Personen, an den Start.
Nach
einem kurzen einschwimmen, stürmt plötzlich die ganze Meute im Wasser los, einen
Startschuss habe ich nicht gehört, ich drücke schnell auf meine Stoppuhr, und
versuche so schnell wie möglich voran zu kommen. Leider ist es auch heute so,
wie vor ein paar Wochen vorher in Dortmund, ich komme nicht so richtig voran.
Noch
bevor ich die erste Wendeboje, (nach ca.750 mtr.)
erreiche, werde ich schon, von den ersten Damen, die 5 Min nach mir gestartet
sind eingeholt. Nun damit kann ich leben, mir macht das ganze einfach Spaß, ich
kraule tapfer weiter, und befinde mich
nach dem umschwimmen der Wendebojen
wieder auf dem Rückweg in Richtung Schwimmausstieg. Heute empfinde ich die
Schwimmstrecke unendlich lange, ich werde das Gefühl einfach nicht los, das es
heute, mit mir im Wasser nicht so recht voran geht.
Endlich
kann ich den Schwimmausstieg sehen, bald habe ich wieder festen Boden unter den
Füßen. 1,5 Schwimmkilometer liegen hinter mir.
Jetzt
ist fast wieder alles Routine,
der Wechsel zum Rad. Mein Puls rast natürlich gewaltig, aber trotz allem,
alles verläuft recht gut, bald sitze ich im Sattel, der Radfahrspaß beginnt.
Hier
in Krefeld macht das Radfahren, auf völlig Autofreier Schnellstraße so richtig Spaß, auf diese Fahrt habe ich
mich schon lange gefreut. Ich bin gut gelaunt, das Wetter heute, könnte nicht
besser sein, Ca+20°C trocken, fast alles ist in Ordnung. Leider ist durch das
sehr frühe aufstehen, und das nicht optimale
Frühstück, mir das ganze ein wenig auf den Magen geschlagen. In meinem Magen krummelt und
rumort es heftig. Nun ja, damit werde
ich klar kommen, ich trete kräftig in die Pedale, und bin
gut unterwegs. Auch heute werde ich immer wieder von jungen Burschen,
die nach mir gestartet sind, locker
überholt, ja man müsste einfach einmal 30 Jahre
jünger sein, denen würde ich es zeigen. Nach etwa 5 KM Radfahrt, gelingt
es mir sogar einen Teilnehmer zu überholen,
das baut natürlich auf. Diese Radstrecke
ist als Wendepunktstrecke ausgelegt, und in einer Richtung herrscht
mächtig Rückenwind, und in der Gegenrichtung, muss ich heftig mit dem Wind kämpfen, ich versuche mich so klein wie
möglich zu machen, uns strampele kräftig weiter. Es gelingt mir dann,
auf den letzten Kilometern, noch einen Teilnehmer zu überholen. Nach 4 Runden
a. 10 KM. stelle ich mein Rad in der Wechselzone ab.
Ich
bin schnell in den Laufschuhen, und ab auf die Laufstrecke, leider krummelt es immer noch in meinem Bauch unangenehm. Deshalb fallen mir die ersten
Laufmeter ein wenig schwer, bald aber habe ich meinen Rhythmus gefunden,
ich laufe so locker wie möglich weiter.
Nach
einigen Kilometern, werde ich von meinem Freund Jörg, der nach mir gestartet
ist, überholt: „Komm Arthur, hau rein.“
So sein Kommentar. Jörg ist etwa 20
Jahre jünger als ich, und war schon bei zahlreichen Ironman-Veranstaltungen
erfolgreich.
Natürlich bin ich ausgepowert, die Kraft in
den Beinen lässt nach, aber ich spule tapfer meine Laufrunden ab. Nach 4
Laufrunden a.2,5 KM. biege ich in den Zielkanal ein, und auch heute wie bei
fast allen Triathlonveranstaltungen zuvor, überquere ich überglücklich die Ziellinie
und freue mich ganz einfach. Bin aber gleichzeitig ein wenig traurig, das die
Triathlonsaison 2011 schon wieder zu ende ist.
3Std.27
Min. war ich unterwegs, zwei 45 Jährige liefen noch nach mir im Ziel ein.
Von
allen, Teilnehmern bin ich der Zweitälteste, ich darf mit auf das Siegerpodest, und freue mich auf einen Altersklassenplatz 2.
Das
nur 2 Personen bei dieser Veranstaltung
in der Altersklasse M 65
teilnahmen, ist nicht meine Schuld.
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Samstag d. 13. August
2011. Triathlon Mörsbach (0,24 / 23 / 6)
Die
diesjährige Teilnahme an der Triathlonveranstaltung in Mörsbach, lief
für mich ungefähr gleich ab, wie alle Veranstaltungen in den vergangenen
Jahren. Deshalb erlaube ich mir mehrere Passagen vom Vorjahresbericht zu
kopieren.
Da
ich Mitglied im veranstalteten Verein bin, und das diese Veranstaltung direkt
vor meiner Haustüre stattfindet. Ist
diese Veranstaltung für mich immer etwas besonderes,
Insgesamt
nahm ich in der Vergangenheit 17-mal in
Mörsbach teil.
Bei
dieser Veranstaltung findet kein
Massenschwimmstart statt, sondern die Teilnehmer starten einzeln im 20 Sek.
Rhythmus in Reihenfolge der Startnummer.
In diesem Jahr starte ich als 4.
Teilnehmer, 250 Schwimmmeter liegen vor
mir, ich kraule kräftig los, und bin nach meinem empfinden zunächst recht gut
unterwegs. Es dauert nicht lange, dann ziehen aber die
ersten nach mir gestarteten an mir vorbei.
Als
ich aus dem Wasser steige, rast mein
Puls recht heftig, ich sprinte zur Wechselzone zu meinem Rad .
Radschuhe,
Helm, Startnummer alles ist schnell an seinem
Platz. Jetzt mit einem Satz auf das Rad, die Pedale eingeklickt, und
sofort liegt eine etwa 1 KM lange Steigung vor mir. Das Wetter ist zunächst
ideal Ca. + 15° C bewölkt die Luft ist frisch, mir geht es gut. Nach etwa 7 Radkilometern erreiche ich den
höchsten Streckenpunkt, ab jetzt wechselt die Strecke immer wieder mit sanften
anstiegen, und z.t. steilen Abfahrten. Ich bin auf
dem Rad gut unterwegs, und genieße einfach diese Fahrt, auf einer Radstrecke
die ich kenne wie meine Westentasche.
Leider
werden die Wolken immer dichter,
es beginnt zunächst leichter
Nieselregen, und etwa 5 KM vor Radfahrtende wird es
richtig heftig, es schüttet wie aus
Eimern. Da Radfahrten durch den Regen
für mich nichts neues ist, ignoriere ich den Regen einfach. Ich
muss sicherheitshalber das Tempo drosseln, mit den nur 23 mm breiten
Rennreifen ist es eben so eine Sache, auf nassen rutschigen Straßen unterwegs
zu sein.
Dann
erreiche ich Wechselzone 2, an der Grillhütte in Mörsbach. 23 Radkilometer liegen hinter mir.
Noch
vor dem Radstop sind meine Füße heraus
aus den Radschuhen, schnell das Rad an den vorgesehenen Platz, und schon sind die Laufschuhe angezogen.
Der
6 KM Laufspaß beginnt. Da mich hier in Mörsbach viele
kennen, werde ich von lauten Anfeuerungsrufen auf die Laufstrecke
geschickt. Inzwischen hat es aufgehört
zu regnen
Die Umstellung der Beinmuskulatur vom Rad zum
Laufen verläuft problemlos, ich laufe sofort
locker los, ich fühle mich immer noch in
einer guten Verfassung. Diese Laufstrecke
könnte ich notfalls mit
geschlossenen Augen laufen, sehr oft
benutze ich diese Strecke als Trainingsstrecke.
Zunächst
verläuft die Strecke überwiegend flach, danach ein längeres Gefällestück, ich
durchlaufe alle Kilometer in etwa 6 Min.
Auch auf der Laufstrecke werde ich immer wieder von einigen nach mir
gestarteten überholt, aber damit kann ich gut leben. Bald erfolgt eine lange
Steigung, danach wieder ein Gefällestück, und wieder eine etwa 1 KM lange
Steigung.
Nun
sehe ich den Zieleinlauf überquere die Ziellinie, und freue mich, das ich diese
Veranstaltung, ohne jegliche Problemchen erleben durfte.
Allerdings
muss ich berichten, das, das kleine letzte
Quäntchen Power heute bei mir fehlte. Wie auch immer diese Veranstaltung
hat mir sehr viel Spaß bereitet.
Heute ist es
mir nicht gegönnt an der Siegerehrung teilzunehmen. Mein Bekannter
Albrecht Gelbach
der im letzten Jahr mit 1 Sekunde Abstand hinter mir Platz 4 erreichte,
revanchierte sich in diesem Jahr indem er mich mit 2 Minuten Vorsprung auf Platz 4 verwies.
Herzlichen
Glückwunsch an Albrecht, an diese Stelle. 1 Std. 40 Min 28 Sek. war ich
unterwegs.
Das
wirklich schöne bei der Teilnahme am Mörsbachtriathlon,
ist einfach die Tatsache, das ich dort alljährlich immer zahlreiche
gleichgesinnte, fröhliche, aufgeschlossene Freunde und Bekannte treffe. Schon
heute freue ich mich auf die
Veranstaltung 2012.
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Sonntag d. 10.07.2011. Triathlon Dortmund. (1,5
KM. Schwimm, 40 KM.Rad,10 KM. Lauf)
Im Jahre 2002, nahm ich erstmals an der Triathlonveranstaltung in
Dortmund teil, musste leider aber mit einer Reifenpanne, gleich zu Beginn der Radfahrt aufgeben.
2008
erfolgte eine erneute Teilnahme, zwar wurde ich damals im Gesamtfeld
Zweitletzter, trotzdem durfte ich eine
schöne Veranstaltung erleben.
Grund
genug, auch in diesem Jahr wieder dabei
zu sein. Da es mir bewusst war, das in Dortmund, nur gut trainierte schnelle
Leute an den Start gehen, zog ich Sonntag früh, mit dem Vorsatz nach der
Dortmund, nur anzukommen, und nicht
letzter zu werden.
Auch
wenn ich schon an über 70
Triathlonveranstaltungen erfolgreich teilnahm, spüre ich auch heute wieder,
kurz vor dem Start ein nervöses kribbeln in meiner Magengegend. Aber ich freute
mich auf die Veranstaltung.
Zusammen
mit etwa 190 Gleichgesinnten begebe ich mich in das Ca. +20C° warme Wasser des
Dortmund Ems Kanals. 1,5
Schwimmkilometer liegen vor mir.
Der
Start wird frei gegeben, ich kraule kräftig
los, alles ist in Ordnung, es herrscht
wenig Gedränge, der Kanal ist breit genug für alle. Ich fühle mich wohl, bin auch vom Gefühl her zügig unterwegs.
Bald
aber, nach der ersten Wendeboje, muss
ich wieder einmal feststellen, das ich mich ganz am Schluss des Feldes befinde,
nun Schwimmen ist eben nicht meine Stärke. Ich kraule tapfer als Schlusslicht
hinterher, und werde nach 43 Min. an Land gespült. Der spätere Sieger, Georg Potrebitsch war
übrigens für die gleiche Distanz weniger als 19 Min. unterwegs. Endlich habe
ich wieder festen Boden unter den Füßen, ich laufe zur Wechselzone.
Dann
wieder das übliche Ritual, Helm, Brille, Radschuhe, Startnummer alles auf
seinem Platz. Leider habe ich beim
Radstart ein Problem, der linke Radschuh will nicht ins Pedal einklicken. So
endlich, es hat geklickt, die Hetzte hinter dem Teilnehmerfeld geht los. 2
Runden a 20 KM liegen vor mir. Links und
rechts stehen zahlreiche Zuschauer und spenden Applaus. Einsam und alleine absolviere ich meine
Radkilometer, wie schon beim schwimmen,
habe ich das Gefühl, nicht langsam zu sein, aber die anderen sind eben
einen Kick schneller.
Es
sind nun mal junge durchtrainierte Burschen, die den Triathlonsport sehr ernst
nehmen, und ich bin mit 65 nicht mehr
der jüngste. In der Teilnehmerliste
stehen heute nur 3 Männer in der Alterklasse M 65. Ein Platz auf dem Podest ist
mir schon sicher.
Ich
trete tapfer weiter und fühle mich auch dem letzten Platz gut. Immer wieder werde ich von Teilnehmern die sich schon in Runde 2 befinden überholt.
So
Runde 1 ist geschafft und die nächste verlaüft ungefähr
genau so, wie die erste. Das Wetter ist mit etwa +22°C, trocken, ein
wenig windig, aber ideal, alles ist in Ordnung.
Die Radstrecke ist überwiegend flach, ich kann fast ausschließlich auf
dem großen Kettenblatt fahren.
Nach
40 Radkilometern stelle ich mein Rad in der Wechselzone ab, auch heute klappt
der Wechsel zum Laufen problemlos.
10
Laufkilometer (3 Runden) liegen vor mir.
Ich fühle mich immer noch in einer guten Verfassung, und ich würde mich freuen
wenigstens noch einen Teilnehmer zu überholen zu können. Die Laufstrecke führt durch den Fredebaumpark (Dortmunder Stadtwald) . Die Bäume spenden
Schatten, es geht mir gut, Laufen ist
meine Lieblingsdisziplin beim Triathlon. Ich
laufe locker und gleichmäßig, meine Kilometer.
Etwa 1 KM vor dem
Ziel, sehe ich plötzlich einen Teilnehmer, ich komme ihm langsam näher. Sollte
mein Wunsch heute war werden wenigstens noch einen überholen? Ja ich komme
näher heran, ich schaue zu ihm herüber,
er sagt: „Ach da kommt ja noch einer.“ Meine Frage: „Sind wir die letzten?“
wurde bejaht. Ich bin so ungezogen und
laufe an ihm vorbei.
Bald
kann ich den Zieleinlauf sehen, laufe über die Linie, auch wenn es nicht glaubwürdig klinkt, ich freue mich.
Wie
schon erwähnt. An dieser Veranstaltung nahmen eben nur schnelle Leute teil, ein
besseres Ergebnis, war einfach nicht möglich.
3
Std.16 Min war ich unterwegs.
Nachher
darf ich noch an der Siegehrung teilnehmen.
Zusammen mit einem zweiten 65 Jährigen sind wir die beiden ältesten Teilnehmer.
Übrigens es
liefen 2 Teilnehmer nach mir im
Ziel ein.
http://www.westfalentriathlon.de
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Samstag
d. 28.05.2011. Triathlon in Niedererbach (0,35 / 25 / 6,5)
Der
erste Niedererbacher Volkstriathlon war eine gelungene Primäre. Um es
vorweg zu sagen, es war eine schöne gut organisierte Veranstaltung, die mir
persönlich sehr viel Spaß gemacht
hat.
Nachdem
meine erste Triathlonveranstaltung für 2011 Anfang Mai ein wenig misslungen
war, zog ich Samstagmittag, ausgestattet mit neuen Laufrädern an meinem Triathlonrad, voller Optimismus zu
meiner zweiten Veranstaltung für dieses
Jahr.
Geschwommen
wurde 0,35 KM im Naturfreibad in Hamm / Sieg. Die Teilnehmer wurden in 3
Stargruppen aufgeteilt, ich durfte in der ersten Gruppe starten.
Kurz
vor 15:00 Uhr begab ich mich mit etwa 60 anderen Teilnehmern in das Ca.
16°C kalte Wasser. Pahh war das Wasser unangenehm kalt, so mein erster Eindruck, zum Glück hatte ich
meinen Neoprenanzug und eine Badkappe
angezogen.
Nun
wird es ernst, der Veranstalter zählt 5-4-3-2-1 Start. Da es mein 75.
Triathlonstart ist, kommt bei mir anders als vor einigen Jahren keine
Hecktick mehr auf, ich versuche kräftig aber nicht hastig los zu schwimmen.
Das
kalte Wasser treibt meinen Puls schnell hoch, aber ich behalte den Überblick.
Einfach zügig weiter schwimmen schön durchatmen, und locker bleiben. Und
o-Wunder, ich bin sogar in der Lage andere Teilnehmer im Wasser zu überholen.
Anders als bei vorherigen Triathlonteilnahmen, befinde ich mich noch im
Hauptfeld, als ich das Wasser verlasse. Sehr oft wurde ich in der
Vergangenheit, beim schwimmen gnadenlos nach hinten durchgereicht.
Endlich
wieder festen Boden unter den Füßen, laufe ich fix in Richtung Wechselzone, zu
meinem Rad. Mehrere Zuschauer am Streckenrand die mich kennen, feuern mich mit
lauten Arthur-Arthur Rufen an.
Ich
befinde mich am Rad, leider will es nicht so recht klappen, meinen ausgezogenen
Neoprenanzug, in eine vom Veranstalter bereitgelegte
Plastiktüte zu verstauen. Ich bekomme die neue Tüte nicht geöffnet. Oft sind es
Kleinigkeiten, die einem auch erfahrenen Triathleten, in Schwierigkeiten
bringen können.
So
der Neo. ist in der Tüte. Helm, Radschuhe,
Startnummer, Brille alles an seinem Platz die 25 KM Radfahrt beginnt. Ich fahre
bewusst langsam los, wohl wissend das sofort auf den erstem Radkilometer
eine heftige Steigung folgt. Erst versuchen den Puls ein wenig herab fahren.
Nun
bin ich auch schon an der Steigung angekommen. Ich muss in den ersten
Gang herunterschalten, und quäle mich im
Wiegetritt die etwa 1 KM lange Steigung hoch. In dieser Steigung bin ich
aber in der Lage einen Teilnehmer zu überholen, das spornt an.
Geschafft,
die Radstrecke verläuft jetzt leicht bergab, ich lasse locker rollen, ich
muss einfach meinen Puls der wie verrückt rast, herunterfahren. Ich
erreiche den kleinen Ort Breitscheit, und schon wieder geht es
heftig bergauf, ja diese Radstrecke die hat es wirklich in
sich.
Bald
erreiche ich den Ort Niedererbach, etwa 6 Radkilometer liegen hinter mir, und
noch 3 Radrunden a. 6 KM liegen vor mir. Und prompt beginnt diese
Radrunde wieder mit einer Steigung, zusätzlich noch
gepaart mit heftigem Gegenwind, allerdings beinhaltet
diese Runde auch einige schnelle Abfahrten, die ich im großen Gang absolvieren
kann.
Die
zweite und die dritte Runde verläuft ähnlich wie die erste.
Bald liegen die 25 Radkilometer hinter mir, ich schiebe mein Rad in
die Wechselzone.
Auch
heute verläuft der Wechsel vom Rad zum Laufen, schnell und problemlos.
Ruck-Zuck sind die Laufschuhe an den Füßen, und ab geht es
auf die 6,5 KM Laufstrecke. Im Vorfeld hatte ich mir schon einmal im
Internet das Streckenprofil angeschaut, und ich weis was auf mich
zu kommt. Nach etwa 0,5 Laufkilometern, auf angenehmen weichen
Waldboden habe ich mich wieder einmal mit einer
Steigung herumzuschlagen, und diese Steigung scheint nie enden zu wollen.
Ich
passiere Laufkilometer 1 und es geht immer heftig bergauf.
Plötzlich laufen 2 Junge Burschen, die nach mir gestartet sind
locker an mir vorbei. Ja man müsste noch mal 20 sein. Endlich habe ich
die Steigung geschafft, und auch ich bin geschafft. An einer
Versorgungsstelle trinke ich einen großen Becher Wasser. Endlich
führt die Strecke leicht bergab, es wurde auch Zeit, ich fühle mich ziemlich
ausgepowert. Jetzt noch einmal bergauf, und am höchsten Punkt bin ich etwa
3,5 Km unterwegs, jetzt wird es kein Problem mehr geben, die Strecke
führt nur noch bergab. Ich fühle mich gut, jetzt führt die Strecke vorbei
an Getreidefeldern, die Sonne scheint, es weht ein frischer Wind, das ganze
macht mir einfach Spaß, obwohl ich spüre das meine Kraft
nachlässt.
Vor
mir läuft ein Teilnehmer, ich komme dichter an ihn heran, und überhole
ihn, es scheint erst 20-30 Jahre alt zu sein, wieso er langsamer als ich
bin weis ich nicht.
Natürlich
ist es so, das ich bei dieser Veranstaltung auf der Rad und jetzt auf der
Laustrecke immer wieder von nach mir gestarteten Personen
überholt werde, aber damit kann ich leben.
Bald
sind die 6,5 Laufkilometer geschafft. Ich sehe den Zieleinlauf,
dort steht wieder meine Frau Christa, ein kurzer Gruß: „Alles klar?
„Ja alles bestens.“ Ich laufe heute zum 75-mal bei einer
Triathlonveranstaltung über die Ziellinie, fühle mich wieder einmal
völlig ausgepowert, aber in einer super Stimmung.
1Std.
58 Min. war ich unterwegs, erreichte Gesamtplatz 111 und in meiner Altersklasse
M 65 Platz 2. Auch heute laufen wieder mehrere jüngere Teilnehmer nach
mir im Ziel ein.
Ich
darf am Siegerehrung - Zeremoniell
teilnehmen, und ich beglückwünsche an dieser Stelle meinen alten Bekannten Karl-Heinz
Damm, der heute wieder einmal einige Minuten schneller als ich war, und in der
Alterklasse M 65 siegte
Da
der Ort Niedererbach nicht weit von meinem Wohnort Mörsbach liegt, nahmen viele Bekannte aus meiner
Region an dieser Veranstaltung Teil.
Vor und auch nach der Veranstaltung hatte ich die
Gelegenheit, sehr viele Gleichgesinnte
zu treffen. Viele Hände mussten geschüttelt werden, mal hier mal da ein kleines
Schwätzchen, ein Schulterklopfen, die gesamte Veranstaltung, und den gesamten
Tag empfand ich als sehr angenehm.
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Sonntag
d. 08.05.2011. Triathlonsaisoneröffnung Buschhütten. 0,5 / 22 / 5
Die
Triathlonsaisoneröffnung, die alljährlich
in Buschhütten im Siegerland stattfindet, feierte in diesem Jahr ihr 25
Jähriges Jubiläum. Schon allein aus diesem Grund war es für mich wichtig auch dieses mal wieder dabei zu sein. Insgesamt nahm ich bisher 13
mal an dieser tollen Großveranstaltung teil.
Gefreut
habe ich mich, als ich im Dezember 2010 einen Startplatz für Buschhütten ergattern konnte.
Voller
Vorfreude fieberte ich den 08.05. entgegen. Leider war es so, das es mir
in den letzten Wochen nicht gelang, mich optimal auf diese Veranstaltung
vorzubereiten. Vor allem fehlten mir noch etliche Radkilometer.
Schade
auch, das ich mir in der letzten Woche
noch eine Erkältung eingefangen hatte. Am Donnerstag Abend musste ich mich mit
einer Rotznase, Husten und Schüttelfrost herumschlagen. Aber dank der richtigen
Medizin, meiner privaten Krankenschwester (Ehefrau) ging es Freitag und Samstag
wieder besser. Die Wetterprognosen für den Veranstaltungstag am Sonntag waren
gut. Und so zog ich mit einer
Portion guter Laune Sonntag früh nach Buschhütten.
Jetzt
zum 14.male das gleiche Ritual, an gleicher Stelle das Auto parken, an gleicher
Stelle die Starnummer abholen, alles vorbereiten, alles lief in voller Routine.
Dann das Rad in die Wechselzone abstellen.
Und nun kommt der erste Schock des Tages. Der
Wettkampfrichter stellte bei der Prüfung meines Helmes einen kleinen Riss fest. Das hieß im Klartext, mit diesem
Helm keinen Start, und keine Teilnahme am Triathlon. Diskussion ausgeschlossen,
wenn nein dann nein. Ich war den Tränen nahe, hatte ich mich doch so auf diese Veranstaltung
gefreut, und so ganz nebenbei noch 37 € Startgeld bezahlt.
Eine
freundliche Dame bei der Starnummernausgabe lieh mir ihren Mountainbike -Helm aus, die Teilnahme war
gesichert. Vielen Dank an dieser Stelle
an die nette Person.
Dann
steige ich ins Wasser, der Start in die Triathlonsaison 2011 beginnt, und ich
bin dabei. 10 Bahnen a.50 Meter liegen
vor mir.
Auf
meiner Bahn befinden sich Ca. 8
Personen, es herrscht ein chaotisches Gedränge. Von allen Seiten bin ich
eingekeilt, ein normaler Schwimmrhythmus ist heute nicht möglich. Und dieser
Knäuel will sich einfach nicht auflösen, ich bin eingekeilt bis auf den letzten Schwimmmeter.
Nun
schwimmen war noch nie meine starke Seite, auch dieses mal, war es kein Meisterstück.
Die Rad und Laufeinheit wird besser
werden.
Als
ich in der Wechselzone ankomme, stehen dort
noch einige Räder, bin also ich beim Schwimmen nicht letzter geworden, na gut so.
Der
Wechsel in die Radsachen verläuft nicht so optimal wie sonst, aber bald habe ich auch das geschafft, ich sitze auf dem Rad, und die nächsten 22 KM auf der
autofreien Schnellstraße wird mir auch indem Jahr, wie die Jahre zuvor viel
Spaß machen.
Ich denke aber auch noch einmal zurück an das
Jahr 2003 als es auf der Radstrecke bitterkalt war, und 2004 war es noch kälter
und es regnete in Strömen. Aber heute ist alles
OK, das Wetter könnte gar nicht besser sein. Ich trete tapfer in die
Pedale, und spule so meine ersten Radkilometer ab. Muss aber bald feststellen,
das heute der richtige Pepp in meinen Beinen fehlt. Steckt mir noch die Erkältung
in den Knochen? Oder ist es noch die Frust, mit dem Wettkampfrichter und dem
Helm? Oder sind es die fehlenden Radkilometer in diesem Jahr? Sicherlich werden
alle drei Faktoren eine Rolle spielen.
Nun
liegen inzwischen etwa 14 Radkilometer hinter mir, die dritte Radrunde beginnt.
Dann des zweite Schock des Tages irgend etwas am Rad rasselt plötzlich ganz
heftig, ich halte an, schaue mir alles an, stelle zunächst nicht fest, dann
O-Schreck hinten ist eine Speiche gebrochen. Was nun? aufgeben? weiterfahren?
Ich entscheide mich zum gemächlichen
weiterfahren. Ich will einfach diese Veranstaltung zu ende bringen. Ich
merke das das Hinterrad sehr instabil wird, ich spule jetzt langsam im Rentertempo die letzten Radkilometer ab. Schade eben diese
Radstrecke in Buschhütten mag ich besonders, und jetzt schleiche ich im Schneckentempo darüber.
Hoffentlich reißen jetzt nicht noch mehr
Speichen, und das ganze Hinterrad bricht mir auseinander. So rolle ich dann
gemächlich in die Wechselzone, gut gegangen, das Rad dreht sich noch.
Die Begeisterung und die Euphorie die ich schon unzählige male bei
Triathlonveranstaltung erleben durfte, findet heute bei mir nicht statt. Ich stelle mein Rad ab,
schlüpfe in die Laufschuhe, und durchlaufe die nächsten 4 Runden a. 1,25 KM.
Ich finde schnell meinen Laufrhythmus,
und laufe diese Kilometer zwar unmotiviert aber locker zu ende.
Ich
laufe über die Zielline, natürlich freue ich mich,
aber die übliche Hochstimmung will einfach nicht aufkommen.
Schade
und gerade auf diese Veranstaltung hatte ich mich so gefreut.
Abends
schaue ich mir dann die Ergebnisse im
Internet an. 1:45 Std war ich unterwegs.
In
meiner Alterklasse (M65) werde ich von 3
Teilnehmern dritter, allerdings nur 2 Min nach
dem Zweitplazierten.
Noch
Zahlreiche jüngere Teilnehmer überquerten nach mir die Ziellinie
http://www.tvg-buschhuetten.de/
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Der
Mörsbachtriathlon der in diesem Jahr in zum 26. mal
stattfand, ist für mich immer etwas ganz besonderes. Als Mörsbacher
Bürger ist meine Teilnahme dort schon fast ein muss. Insgesamt nahm ich in der
Vergangenheit 16-mal an dieser tollen
Veranstaltung teil.
Bei
dieser Veranstaltung findet kein
Massenschwimmstart statt, sondern die Teilnehmer starten einzeln im 20 Sek.
Rhythmus in Reihenfolge der Startnummer.
Da ich Lokalmatador bin, und
gleichzeitig ältester Triathlet im Verein, wird mir heute die Ehre zu teil, als
erster Starten zu dürfen.
Der
Spaß beginnt 5-4-3-2-1- Start. Ich begebe mich auf 0,25 KM Schwimmdistanz, für
mich eine ungewöhnliche Situation, zum ersten schwimme ich ganz alleine vorne
weg, das ganze irritiert mich ein wenig. Ich versuche so schnell wie möglich unterwegs zu sein,
diese 250 Meter werden schnell erledigt.
Es dauert nicht lange, dann ziehen auch die
ersten nach mir gestarteten an mir vorbei. Als ich aus dem Wasser
steige, sind etwa 3 oder 4 Personen vor mir.
Direkt
neben mir mein Vereinsfreund Volker, zusammen laufen wir in die Wechselzone. Dieses mal klappt der
Wechsel zum Radfahren, besser als vor 14 Tagen in Mainz.
24
Radkilometer liegen vor mir, und der
erste Kilometer beginnt direkt, mit einem heftigen Anstieg. Ich erinnere mich an den Rat meines Arztes, mich nicht zu sehr zu
verausgaben, ich trete kräftig in die Pedale, achte aber trotzdem auf meinem Puls. An dieser Steigung,
werde ich gleich von mehreren Teilnehmern, die ich fast alle persönlich kenne
überholt. Da ich heute als erster gestartet bin, ist die Chance auch nur einen
einzigen zu überholen gleich Null
Endlich
folgt eine kurze bergab Passage, nun kann ich erst einmal durchatmen, und meine
Kräfte schonen. Die nächste Steigung folgt schon, mir geht es gut, die Sonne
scheint, mit etwa +20°C herrschen optimale Wetterbedingungen, ich fühle mich
richtig wohl. Nach etwa 7 Radkilometern erreiche ich den höchsten Streckenpunkt,
ab jetzt wechselt die Strecke immer wieder mit sanften anstiegen, und z.t. steilen Abfahrten. Ich bin auf dem Rad gut unterwegs,
und genieße einfach diese Fahrt, auf einer Radstrecke die ich kenne wie meine Westentasche.
Die
letzten Ca. 4 Radkilometer führen fast nur bergab, ich versuche noch einmal
Tempo zu machen, bevor ich das Ortsschild von Mörsbach
passiere. Jetzt ein paar mal, links und
rechts herum um Häuserecken, ein Stück über geteerte Wirtschaftswege. Dann
erreiche ich Wechselzone 2, an der Grillhütte in Mörsbach.
Noch
vor dem Radstop sind meine Füße heraus
aus den Radschuhen, schnell das Rad an den vorgesehenen Platz, und schon sind die Laufschuhe angezogen.
Der
6 KM Laufspaß beginnt. Da mich hier in Mörsbach viele
kennen, werde ich von lauten Anfeuerungsrufen auf die Laufstrecke geschickt,
einige Fotoapparate sind auf mich
gerichtet, ich fühle mich fast wie ein kleiner Star.
Die Umstellung der Beinmuskulatur vom Rad zum
Laufen verläuft problemlos, ich laufe
sofort locker los, ich fühle mich immer
noch in einer guten Verfassung. Diese Laufstrecke könnte ich notfalls mit geschlossenen Augen laufen, sehr oft benutze ich diese Strecke als
Trainingsstrecke.
Zunächst
verläuft die Strecke überwiegend flach, danach ein längeres Gefällestück, ich
durchlaufe alle Kilometer in etwa 6 Min.
Auch auf der Laufstrecke werde ich immer wieder von einigen nach mir
gestarteten überholt, aber damit kann ich gut leben. Bald erfolgt eine lange
Steigung, danach wieder ein Gefällestück, und wieder eine etwa 1 KM lange
Steigung.
Nun
sehe ich den Zieleinlauf überquere die Ziellinie, und freue mich, das ich diese
Veranstaltung, ohne jegliche Problemchen erleben durfte.
Nach
1Std. 37 Min. drücke ich auf meine Stoppuhr.
Diese
Veranstaltung auf meiner Heimstrecke hat mir einen riesengroßen Spaß gemacht.
Zum Schluss darf ich noch mit auf das Siegerpodest und mich über einen Altersklassenplatz 3 (M60)
freuen.
Bei
dieser Veranstaltung, die von meinem
Verein der S.G. Mörsbach ausgerichtet wurde, traf ich
logischerweise zahlreiche Freunde und Bekannte, natürlich musste hier und da
ein kleines Schätzchen gehalten werden. Eine Veranstaltung die ich in jeder
Beziehung als gelungen bezeichnen kann.
Montag-Nachmittag studiere ich die Ergebnislisten, und
bekomme große Augen, der
Nächstplatzierte (AK M 60 Platz 4) liegt nur eine Sekunde hinter mir.
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Sonntag d. 01.08.2010
Triathlon in Mainz 1,2 / 45 / 10
Im
Jahr 2007 und 2008 nahm ich am City Triathlon in Mainz teil, und fuhr
jedes Mal positiven
Eindrücken nach Hause, Grund genug auch in diesem Jahr wieder
mit dabei zu sein.
Nachdem
ich die Hitzeschlacht beim Triathlon in Hennef vor 3 Wochen gut überstanden hatte, freute
ich mich, das die Meteorologen für den 01.08. ideales Triathlonwetter
verkündeten.
Gut
gelaunt und voller Optimismus zog ich Sonntag früh nach Mainz.
Dort
angekommen, wurden die nachfolgen Tätigkeiten fast schon
Routine. Abholen der Startunterlagen,
Rad in der Wechselzone abstellen, Helm, Rad und Laufschuhe Startnummer, Radbrille, Power-Bar-Gel, alles
auf dem richtigen Platz legen, danach
noch einmal alles kontrollieren, Triathlonanzug anziehen, und ab mit
mehreren Triathlonverrückten auf die
Rheinfähre.
Die
dann auch bald ablegt, und uns Teilnehmer Stromaufwärts, zum Startplatz bringt.
Gestartet wird nämlich in Mainz von der
Fähre, mit einem beherztem Sprung direkt
ins Rheinwasser.
Nun
schnell herein in den Neoprenanzug, Badekappe an,
Schwimmbrille auf das Gesicht, der Spaß kann beginnen.
5-4-3-2-1-
Start. Ich springe mit den Füßen zuerst ins Wasser tauche dadurch tief ins Rheinwasser, tauche auf und beginne sofort
kräftig los zu kraulen, 1,2 Schwimmkilometer liegen vor mir. Bedingt durch die
starke Strömung im Rhein, dürfte diese Schwimmdistanz schnell erledigt sein,
ich bin zunächst gut unterwegs, als ich nach mehreren Metern
plötzlich kräftig durchgeschaukelt
werde.
Ein
großes Containerschiff in Strommitte erzeugt so heftige Wellen, das es mir unheimlich wird, ich stelle den Kraulstil
schnell auf Brustschwimmen um. Und genau, als ich den Kopf aus dem Wasser zu
atmen hebe, kommt eine erneute Welle, und ich bekomme eine geballte Ladung Wasser
in den Mund, und in die Lungen, ich muss mächtig Husten.
Bekomme
danach, aber alles schnell wieder in den Griff, und kraule tapfer
weiter.
Bald
schwimme ich unter einer großen Eisenbahnbrücke
hindurch, und danach kann ich auch schon den Schwimmausstieg sehen, nun
immer mehr links einordnen, bloß nicht
von der Strömung abdriften lassen. Nur
noch ein paar Meter, geschafft, diese Schwimmeinheit die besser verlief wie vor
3 Wochen in Hennef liegt hinter mir.
Nun
schnell die Treppe hoch, raus aus dem Neoprenanzug, schnell die Radsachen an. Und ab auf die
Radstrecke, ich spüre das mein Puls sehr
hoch ist, und habe im Übereifer
einige Schwierigkeiten mit dem einklicken in die Pedale. So nun endlich macht es rechts und links klick, die
Radfahrt beginnt, schnell ein Blick zur Uhr Ca. 25 Min, das ist gut.
Die
Radstrecke beginnt zunächst flach, aus der Stadt heraus, in
Richtung Worms, 2 Radrunden zu je 22,5
KM liegen vor mir, ich fühle mich wohl, und trete so gut ich kann in die
Pedale.
Diesen
Straßenabschnitt kenne ich noch, 2002 lief ich genau an dieser Stelle beim
Gutenberg-Marathon. Du bist schon ein verrückter Kerl "Arthur." sage
ich mir, das du dir das alles mit dem Marathon und dem Triathlon an tust.
Inzwischen
bin ich Ca. 7 KM auf diesem ebenen Straßenabschnitt unterwegs und es läuft alles recht gut. Dann
führt die Radstrecke mehrere Steigungen hoch durch die Weinberge, durch verwinkelte enge Kurven,
dieser Streckenabschnitt der anstatt
über Asphalt über Betonplatten führt
schmeckt mir gar nicht.
Nach
etwa 10 KM befinde ich mich wieder auf einer gut ausgebauter flachen Straße,
Arme auf dem Oberlenker, die Kette auf dem großen Blatt und weiter kräftig treten, vom Gefühl her bin ich
schnell unterwegs. Allerdings sind zahlreiche Teilnehmer noch schneller als
ich, immer wieder werde ich von jungen Burschen
überholt, bei denen ich vom alter her, locker der Vater sein könnte, ich
denke nur, ihr Grünschnäbel, wenn ich 30 Jahre jünger wäre, ich würde es euch
zeigen.
Bald
erreiche ich einen kleinen Ort, mit einem
zunächst sanften Anstieg, diese Steigung, die durch mehrere Kurven durch
den Ort führt, wird immer steiler. Nach der Veranstaltung erfahre ich das es
sich um eine Steigung von 14% handelt. Im 1.Gang im Wiegetritt quäle ich mich der
Steigung hoch, mein Puls rast wie verrückt.
Endlich
oben angekommen, verläuft die Radstrecke überwiegend flach bzw. bergab.
Bald
erreiche ich die Innenstadt von Mainz, und die zweite Radrunde beginnt. Die
Zweite Radrunde ist eine Kopie der ersten, gleich Runde, gleiches Tempo.
Am
ende der zweiten Runde erreiche ich
wieder die Innenstadt, schnell noch ein paar mal links - rechts um einige Ecken
herum, und schon bin ich in der Wechselzone
Raus
aus den Radschuhen, Rad an den abgestellten Platz, Laufschuhe an die Füße, Helm
ab, die 2 Laufrunden a. 5 KM. beginnen.
Hier
am Beginn der Laufstrecke herrscht
richtige gute Triathlonstimmung, ich fühle mich in einer guten Verfassung,
spüre aber in meinen Beinen, das ich diese auf dem Rad sehr strapaziert habe, hoffentlich werden
sie mich die nächsten 10 KM gut tragen.
Nach
nur etwa 500 Laufmetern beginnt sofort
ein ganz steiler Anstieg, o-weh arme Beine, Augen
zu und durch, du schaffst es, dann
wieder bergab, und sofort danach wieder bergauf, verflixt diese Steigung
scheint ja nie enden zu wollen.
Plötzlich
bekomme ich heftige Schmerzen oberhalb der rechten Knies, was ist das, diese
Beschwerten hatte ich noch nie. Ich versuche diesen Schmerz einfach weg zu
denken, das wird schon, dieser Schmerz vergeht, und bald vergeht auch der Schmerz.
Ich
spüre das ich mächtig ausgepowert bin, zum Glück beginnt jetzt nach etwa 2,5 KM
ein längerer Gefälleabschnitt, das tut gut, ich kann meine Kräfte schonen.
Bei
etwa KM 3 nehme ich einen Beutel Power-Bar-Gel zu mir, dieses Gel wirkt sofort,
und dürfte die nächsten 45 Min bis ins
Ziel reichen.
Die
letzten 1,5 KM der Runde führen direkt am Rhein vorbei, exakt dort, wo ich
vorher geschwommen bin.
Nun
liegt Runde 1 hinter mir, und ich fühle mich besser als zu beginn dieser
Laufrunde.
Die
letzten 5 KM machst du locker
"Arthur" sage ich mir. Jetzt
wieder bergauf, bergab, usw. wie in
Runde 1 weiter am Rhein endlang,
der Zieleinlauf rückt immer näher, die Zuschauer werden immer mehr, mir läuft
eine Gänsehaut über den Rücken. Immer wieder ein unbeschreibliches Erlebnis,
ich laufe über die Ziellinie.
Nach
3Std. 15 Min. drücke ich auf meine Stoppuhr
Wie
schon unzählige male in der Vergangenheit,
bin ich auch heute wieder körperlich fix und fertig, psychisch aber in
einer Hochstimmung.
Erst
muss ich einmal kräftig durchatmen, mich ein wenig hinsetzten, danach am Versorgungsstand 3
Stück Kuchen essen und 3 halbe Liter Erdinger Bier
(Natürlich alkoholfrei) trinken.
Eine
wunderschöne Triathlonveranstaltung geht zu ende.
In
meiner Alterklasse M 60 werde ich erster, und gleichzeitig bin ich
ältester Teilnehmer in diesem
Gesamtfeld.
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Triathlon in
Hennef am 11.07.2010. (1,5 / 40
/ 10
)
Nachdem ich auf
die Teilnahme zum Triathlon in Limburg am 20.06. aus gesundheitlichen
Gründen, und wegen des kalten Wetters auf den Start verzichtet hatte
(Siehe auch Aktuelles vom 21.06. auf dieser Seite) freute ich mich
auf diesen Triathlon in Hennef. Und
gerade das Wetter hätte mir beinahe schon wieder eine
Teilnahme vermasselt. Dieses mal nur anders herum, es war viel zu
heiß.
Die Nacht vom
10 -11 Juli konnte ich vor lauter Hitze im Zimmer kaum schlafen, außerdem
störte mich in der Nacht ein heftiges Gewitter, und die Nervosität vor
dieses Triathlonveranstaltung, gab mir noch den Rest. Mit entsprechend
schlechter Laune, kroch ich Sonntag früh aus den Federn. Ich war so
unmotiviert, das ich am liebsten die Veranstaltung sausen gelassen hätte.
Wäre nicht meine Frau Christa gewesen, die mir die berechtigte
Frage stellte: " Was ich eigentlich wollte". Natürlich wollte ich in Hennef teilnehmen, und natürlich fuhren wir nach Hennef auch ohne Motivation.
Dort angekommen,
kam, was kommen musste, die sympathische Stimmung die mir immer wieder in der
Vergangenheit bei Triathlonveranstaltungen entgegen schlug, empfing mich auch
hier heute wieder. Ich begann mich nach und nach auf die Veranstaltung zu
freuen.
Nun heißt es
wieder: Anmelden, Rad in die Wechselzone abstellen, Rad und
Laufsachen, Startnummer usw. bereitlegen, alles noch einmal überprüfen, ganz
wichtig heute, bei dieser extremen Hitze, sind alle
Getränkeflaschen gefüllt?
Nun rein in den
Triathloneinteiler, der Spaß kann beginnen, schnell
noch ein Küsschen für Christa, und rein in das 26° C warme Wasser
des Allner See.
Bedingt
durch die sehr hohe Außentemperatur, lautet meine Devise heute nur,
ankommen, und bloß nicht überanstrengen.
Nun geht es los
5-4-3-2-1Start. 1,5 Schwimmkilometer liegen vor mir, durch die hohe
Wassertemperatur darf heute nicht im Neoprenazug
geschwommen werden. "Mach das beste daraus Arthur." sage ich
mir, du bist eben kein guter Schwimmer, ich kraule tapfer dem Hauptfeld hinterher,
verliere durch die meiner Meinung nach, viel zu kleiner
Wendebojen die in einem 3 Eck Kurs abgesteckt sind, ein wenig
den Überblick. Ja heute habe ich einige Probleme, mich
im Wasser zu orientieren, sicherlich bin ich auch durch
einige Zick-Zack Einheiten viel zu weit geschwommen. Nein diese
Schwimmeinheit war keine Meisterleistung. Nach etwa 48 Minuten
werde ich an Land gespült, endlich wieder festen Boden unter
den Füßen.
Der Wechsel in
die Radsachen verläuft sehr fix, ich schiebe mein Rad zum Radstart,
dort steht Christa: "Alles OK?" "Ja alles in
bester Ordnung." Rein in die Klickpedale. Inzwischen bin ich
52 Min unterwegs, aber die Zeit spielt heute keine Rolle, nur ankommen, und
darüber nachdenken, wie unmotiviert ich heute früh noch war. Die
Radstrecke beginnt sofort mit einem knackigen Ca. 2 KM. langen Anstieg, mir
geht es gut, und es wäre schade gewesen, wenn ich vor
dieser Triathlonveranstaltung gekniffen hätte. Nach der 2 KM.
langen Steigung verläuft die Strecke überwiegend flach meine
Unterarme ruhen auf dem Oberlenker, und ich versuche Rhythmus in diese Radfahrt
zu bringen. Bald erfolgt eine etwa 2 KM. lange Abfahrt, hier
kann ich richtig Tempo machen. Bei den weiteren Kilometern
durchfahre ich das Brohltal, überwiegend flach bzw. bergab. Nach
etwa 20 Kilometern ist die erste Radrunde vorbei. Rein
in die zweite, und das gleiche, wie beim ersten mal, die 2 KM. Steigung
hoch usw. Die Radrunden führen überwiegend durch Waldgebiete die
Schatten spenden.
So nun ist die
Radeinheit ist erledigt 40 Radkilometer liegen hinter mir.
Jetzt schnell das Rad in der Wechselzone abstellen, ruck zuck sind
die Laufschuhe an den Füßen, 10 Laufkilometer liegen vor mir.
Jetzt wo der
kühlende Fahrtwind fehlt, merke ich erst wie heiß es ist, ich habe
das Gefühl, ich würde in einen Backofen laufen. Also langsam, keine
Hektik, ankommen, durchatmen. locker bleiben. Ein wenig mehr als 2 Std.
bin ich jetzt unterwegs. Bald passiere ich Laufkilometer 1,
ein Blick zur Uhr Ca. 6 Min, das ist für die Verhältnisse nicht
schlecht, weiter so machen, durchhalten. Bei Laufkilometer 3 steht
Christa strahlt mich an: "Alles OK?" "Ja alles
OK." Sie gibt mir noch einen kräftigen Schluck Wasser, ich
laufe tapfer weiter, die Sonne brennt gnadenlos. Unterwegs
hat die Feuerwehr Sprühanlagen installiert, ich laufe durch die
Wasserfontänen, das tut gut. An jeder Getränkeausgabe trinke ich einen
kräftigen Schluck. Die Laufkilometer von Ca. 4-8 führen ausschließlich über
völlig schattenlose Feldwege, so ungefähr stelle ich mir
einen Sahara-Marathon vor. Bald komme ich an den Ortrand von Hennef, passiere die 9 KM Marke, nun ist es
nicht mehr weit. Kurz vor dem Zieleinlauf hat man einen roten
Teppich für die Teilnehmer ausgerollt, ich laufe darüber, dem
Zieleinlauf zu. 20 Meter vor dem Ziel steht Christa,
ich begrüße sie kurz, wir beide freuen uns.
Dann
laufe ich wieder einmal bei einer Triathlonveranstaltung über die
Ziellinie. Ich bin völlig ausgepowert, aber ich fühle mich richtig wohl. Das
Thermometer zeigt im Zielbereich über +35° C an.
3Std 37 Min war
ich unterwegs, und erreiche in meiner Altersklasse M 60 Platz 2
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