Opathlet

Fahrradhändler stellen ihren Kunden, eine oft unüberschaubare Vielfalt  von Rädern zur Auswahl.

Tourenräder, Trekking-Bikes,  Mountain-Bikes, Bonanzaräder Rennräder, Zeitfahrräder, usw. usw. 

Die Art wie sich  Personen auf dem Fahrrad von A. nach B.  bewegen, ist demnach äußerst unterschiedlich.

Viele sind ganz gemütlich im  Bummeltempo mit ihrem Tourenrad unterwegs

Andere  wieder  machen  mit  ihren Super-Fully-Mountainbikes die Feld und Waldwege im Renntempo  unsicher

 Die ganz  schnellen unternehmen mal eben mit ihren sündhaft teuren Carbon-Rennern  eine 100 KM Tour in  weniger als 3 Stunden.

Welche Art des Radfahrens man auch immer wählt, Fahrradfahren macht schlicht und einfach Spaß.

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Als  ich vor vielen Jahren erste Kontakte zum Triathlonsport knüpfte, stand ich dem Radfahren zunächst  eher reserviert gegenüber. Inzwischen ist der Radsport   teil meines Alltagslebens geworden. Radfahren ist  für mich in erster Linie Training für meinen Triathlonsport.

Aber auch und das ist mir  wichtig, die   Natur bewusst vom Fahrradsattel aus zu  erleben, frischen Sauerstoff einatmen, das Zwitschern der Vögel früh morgens anhören.

Mit Körper  und Sinnen, ganz im Einklang mit der Natur sein, bei diesen  Fahrten spielt die  erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit  eine untergeordnete Rolle.

Von so einer Fahrt, die für mich den Charakter einer Spazierfahrt hatte, möchte ich  berichten.

 

Dienstag d. 13.04. Für mich ein Arbeitfreier Tag. Am Tag zuvor hatte ich nach  aufmerksamen zuschauen der Wetternachrichten, schon einmal alle  Radsachen zurecht gelegt, die Meteorologen verkündeten   schönes  Wetter. 

Morgens um 7:30 Uhr sitze ich auf meinem Rennrad. Die Luft ist mit Ca 4° C+  noch recht kühl, und die Rad fahrt  beginnt sofort mit einer  längeren Begab-Passage, in null Komma Nix bin ich mächtig  durchgefroren, die Finger sind schon jetzt  elend kalt.

Nach etwa 2 KM Fahrt, beobachte ich hinter dem kleinen Dörfchen Heimborn den Sonnenaufgang, im Nistertal hängen noch dichte Nebelschwaden. Die Kulisse die auf mich wirkt, ist einfach Sagenhaft, die Luft ist frisch und Sauerstoffreich, das ganze  lässt meine kalten Finger schnell vergessen, mir geht es gut und  ich freue mich nach diesem kalten schneereichen Winter, ganz riesig auf diese erste  größere Radfahrt. Nun führt die Fahrt direkt an der kleinen Nister (kleiner Bach hier im Westerwald)  vorbei, der Nebel wird  dichter, und die gefühlte Temperatur  beträgt 0°C ich fahre ein wenig vorsichtig, die Straße könnte vereist sein.

Nach den durchfahren eines kleinen Waldstückes, beginnt nun eine sehr lange Steigung aus dem Nistertal heraus in Richtung Hachenburg. Die Sonne steht schon ein wenig höher, und wärmt meinen unterkühlten Körper  schnell auf, das kräftige Treten in die Pedale im kleinem Gang, tut sein übriges dazu, jetzt beginnt mir schon warm zu werden.

Ich lasse die Mittelalterliche Kleinstadt Hachenburg  links liegen, und fahre  im ganz leichtem Gefälle, mehrere Kilometer am Rothenbach endlang, durch den Hatterter-Grund. Vorbei an der Krambergs-Mühle, durch die Orte Winkelbach und Welkenbach. Ortausgang Welkenbach in richtung Rossbach, muss ich mich  wieder im kleinen Gang einer sehr langen Steigung hoch Quälen, so ist  nun einmal meine Heimat der  Westerwald, immer fleißig bergauf und  bergab.

Zwischen Rossbach und Freirachdorf  durchfahre ich mehre Kilometer einen dichten  Fichtenwald, hier herrscht  wenig Autoverkehr, der Wald riecht angenehm, ich atme diese frische gesunde Westerwaldluft in vollen Zügen. Bald erreiche ich den Ort Freirachdorf, dann Marienrachdorf, und danach die kleine Stadt Dierdorf.

Leider muss ich jetzt mit meinem Rad ein Stück eine vielbefahrene Bundesstraße passieren, pausenlos  rasen jetzt Pkws und Lkws an mir vorbei. Ich biege von der Bundesstraße  ab, und bin nach kurzer Zeit im Holzbachtal, hier führt die Straße Kilometerweit immer parallel  an einem kleinen Bach  vorbei, bedingt dadurch, verläuft die Straße relativ flach

Meine Unterarme ruhen auf dem Oberlenker, die Kette ist auf dem großen  Kettenblatt postiert, ich bin recht flott unterwegs, durchfahre  mehrere kleine Ortschaften, die Straße führt überwiegend  durch Waldstücke. Auch hier genieße ich die frische  gesunde Frühlingsluft, und die wunderschöne Natur.

Bald verlasse ich die das Holzbachtal, und muss wieder einmal einige Steigungen passieren, und   erreiche jetzt die Kreisstadt Altenkirchen. Dann wieder mehrere anstiege hoch, über die kleinen  Dörfchen Honneroth-Bachenberg- Hilgenroth.

Inzwischen steht die Sonne sehr hoch, wenn ich auch heute früh mächtig gefroren habe, jetzt  fliest der Schweiß in strömen über meinen ganzen Körper

Jetzt flugs  bergab hinunter ins  Siegtal, an der Thalhauser-Mühle vorbei nach Hamm. Und jetzt wieder fleißig strampeln den Berg hoch aus  dem Siegtal hinauf auf die Bundesstraße 256 leider herrscht auf dieser  Bundesstraße heute  sehr starker LKW Verkehr, aber einige Kilometer muss ich einfach diesen  Abschnitt passieren.

Bald kann ich diese Schnellstraße verlassen, und befinde mich wieder auf einer  Verkehrsarmen Landstraße,  nun ist es nicht mehr weit bis nach Hause. Auf der Giesenhausener Höhe, dem höchsten  Punkt der Kroppacher-Schweiz, habe ich eine tolle Fernsicht. Dieser Punkt ist für mich persönlich  einer der schönsten Punkte auf dem ganzen Erdball.

Direkt vor mir liegt der  Ort Kroppach mit der  mittelalterlichen Evgl. Kirche. Dieses Gotteshaus besuchte ich schon als ganz kleiner Junge, und auch heute noch ist dieses Haus für mich ein Stück Heimat. Sehr oft bin ich dort Sonntags früh anzutreffen.

Jetzt wieder ein langes Gefällestück bis durch den Ort Kroppach, an der alten Kirche vorbei, wieder bergab bis ins Nistertal.

Und nun eine längere Steigung hoch, die gleiche Steigung auf der ich einige Stunden vorher bergab fuhr, und vor Kälte schlotterte.

Bald sehe ich meinen Wohnort Mörsbach, ich bin wieder zu  Hause eine  einmalig schöne Rad fahrt geht zu ende, eine Radfahrt, die meiner  Seele richtig gut getan hat. 88 KM war ich unterwegs.

Ich fühle mich pudelwohl.

 

 

www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/

 

 

Gemeinsame Radausfahrt im April, 2010 mit meinen Radsportfreunden.
Mein Cannondale-Renner